Der fruchtlose Twist? Warum Sie den Behälter drehen, aber der Inhalt gefroren bleibt.
- Shahid Khan - Yogveda Yoga

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Sie kennen das Gefühl: Sie sind in Parivrtta Trikonasana (dem gedrehten Dreieck). Sie geben 100%. Sie hebeln Ihre Schulter zurück, Sie pressen die Hand in den Boden, Sie atmen schwer. Von außen sieht die Form vielleicht sogar korrekt aus.
Aber innerlich? Innerlich fühlen Sie sich blockiert, eng und "leer".
Das nennen wir bei Yogveda den "fruchtlosen Twist". Sie haben den Behälter (den physischen Körper) gedreht, aber der Inhalt (das Nervensystem) ist starr geblieben. Sie kämpfen gegen Ihre eigene Biologie.
Container vs. Inhalt: Der große Disconnect
Stellen Sie sich Ihren Körper wie eine Glasflasche vor und Ihr Nervensystem wie das Wasser darin.
In den meisten Yogamethoden (wie Iyengar oder Hatha) liegt der Fokus oft darauf, die Flasche mit purer Muskelkraft in eine perfekte geometrische Form zu zwingen. Wir "schieben" die Knochen an ihren Platz. Das Problem? Wenn Sie die Flasche drehen, aber das Wasser darin gefroren ist, entsteht Reibung. Ihr Nervensystem – gesteuert vom Stammhirn – hat den Befehl zum Drehen nie erhalten. Es hält dagegen. Es sendet Stresssignale (Sympathikus), um die Wirbelsäule zu schützen.
Das Ergebnis ist ein Kampf: Ihre Muskeln wollen drehen, Ihr Gehirn will bremsen.
Der Yogveda-Unterschied: Das Gehirn dreht zuerst
Bei Yogveda Yoga beginnen wir nicht an der Peripherie (Hüfte/Schulter). Wir beginnen im Zentrum der Steuerung: der Medulla Oblongata.
Die Medulla (das verlängerte Mark im Hirnstamm) ist der "Fahrer" Ihres Nervensystems. Bevor Sie auch nur einen Millimeter Ihrer Wirbelsäule bewegen, müssen Sie diesen inneren Schalter umlegen.
So funktioniert die "elektrische Kettenreaktion":
1. Der Blick (Drishti)
Die Augen führen die Bewegung. Sie signalisieren dem Gehirn die neue Ausrichtung, noch bevor der Körper folgt.
2. Die Medulla-Aktivierung
Durch die korrekte Kopfpositionierung aktivieren wir das Stammhirn. Es gibt das Signal "Sicherheit" an den Körper. Der "Schutzmodus" wird deaktiviert.
3. Der Durale Zug
Sobald der Kopf "eingeloggt" ist, zieht er sanft am gesamten Rückenmark (Dura Mater) bis hinunter zum Steißbein.
4. Die Entriegelung
Jetzt, da der Kern (der Inhalt) gedreht ist, folgt der Körper (der Behälter) mühelos.
Vom Kampf zum Fluss
Schauen Sie sich das Bild oben an. Die Figur im Hintergrund repräsentiert die physische Haltung. Aber die anatomische Figur im Vordergrund zeigt die Wahrheit: Das Leuchten beginnt im Gehirn und fließt die Wirbelsäule hinab.
Wenn Sie lernen, diesen inneren Strom zu lenken, hört der Kampf auf. Parivrtta Trikonasana wird von einer anstrengenden Tortur zu einer tiefen, neurologischen Reinigung. Wir "wringen" das Gehirn aus, nicht nur die Bandscheiben.
Hören Sie auf, leere Hüllen zu drehen. Lernen Sie, den Inhalt zu bewegen.
Lernen Sie mehr über sich selbst
Wollen Sie diesen Unterschied spüren? Wollen Sie aufhören zu kämpfen und anfangen zu steuern?




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