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Yoga Asanas Bern: Die Realität der Drehungen (Spiraldynamik)

Biomechanik der Wirbelsäulendrehungen: Die kinetische Spirale in Parivrtta Trikonasana.
Biomechanik der Wirbelsäulendrehungen: Die kinetische Spirale in Parivrtta Trikonasana.


Drehst du deine Wirbelsäule, um "negative Energie auszuwringen", oder wendest du klinisches Drehmoment an, um deine Organe zu spülen und dein zentrales Nervensystem zu stimulieren?


Die moderne Wellness-Industrie vermarktet Yoga-Drehungen gerne als eine Möglichkeit, die "Seele zu entgiften". Master Shahid Khan nennt das Unsinn.


Deine Leber hält keine negativen Emotionen fest; sie hält stagnierendes Blut fest.

Eine Wirbelsäulenrotation ist keine spirituelle Reinigung. Es ist die präzise Anwendung von biomechanischem Drehmoment (Torque).

Wenn du versuchst, eine zusammengesunkene, kollabierte Wirbelsäule zu drehen, verhältst du dich wie ein Mörser und Stößel, zermahlst deine Bandscheiben und provozierst aktiv einen Bandscheibenvorfall.


Im 4-Wochen-Zyklus des Yogveda Yoga haben wir die Struktur systematisch vorbereitet. Woche 1 hat die posteriore Kette verlängert. Woche 2 zwang die vordere Kette zur Expansion. Jetzt, da die Vorder- und Rückseite des Körpers gleichmäßig gedehnt sind, ist die Wirbelsäule bereit für die transversale Bewegung.

Woche 3 fordert Wirbelsäulenrotationen (Drehungen).


Spiraldynamik und der Mythos der "toten Ferse"


Eine Yogveda-Drehung beginnt nicht im Rücken; sie beginnt in den Füßen.

Nimm stehende Drehungen wie Parivrtta Trikonasana (Gedrehtes Dreieck) oder Parivrtta Parsvakonasana (Gedrehter seitlicher Winkel). Die meisten modernen Yoga-Klassen werden dir sagen, dass du die hintere Ferse vom Boden heben sollst, um eine "tiefere" Drehung zu erreichen. Master Shahid Khan betrachtet dies als eine völlig tote, biomechanisch falsche Haltung.

Wenn du die Ferse anhebst, durchtrennst du die strukturelle Verbindung zum Boden. Du bekommst vielleicht eine größere Drehung in den Schultern, aber du verfehlst den gesamten Sinn der Asana. Im Yogveda musst du den gesamten Fuß fest in den Boden drücken. Die Rotation muss als kinetische Spirale beginnen – ausgehend vom Fuß, übertragen durch die Knochen der Beine, verriegelt im Becken und schließlich die Wirbelsäule rotierend. Diese extreme kinetische Drehung begradigt und richtet auch die Knochen der Beine physisch wieder aus. Die axiale Extension (das Strecken nach oben gegen die Schwerkraft) muss gleichzeitig mit dieser Rotation erfolgen.


Die biologische Nutzlast: Das ZNS und die innere Spülung


Wenn du den Fuß verankerst und diese strikte, nach oben gerichtete Spiraldynamik anwendest, dehnst du nicht nur Muskeln. Du drückst physisch die Energie, das Blut und die Lymphflüssigkeit von der Peripherie des Körpers direkt in Richtung der Wirbelsäule.

  • Das Nervensystem & Chakren: 

    Diese intensive strukturelle Drehung komprimiert das zentrale Nervensystem (ZNS). Sie zwingt die kinetische Energie durch die physischen, anatomischen Räume der Chakren nach oben und treibt sie bis zur Krone des Kopfes.


  • Die innere Spülung: 

    Gleichzeitig erzeugt das Drehmoment einen immensen intraabdominalen Druck. Wir komprimieren mechanisch Leber, Milz, Nieren und Darm, was den lokalen Blutfluss vorübergehend einschränkt. In dem Moment, in dem die Drehung gelöst wird, flutet ein massiver Schwall frischen, sauerstoffreichen Blutes gewaltsam zurück und spült biologische Stagnation und Stoffwechselabfälle aus. Dies ist eine harte physiologische Spülung, keine magische Reinigung.


Der Lehrplan für Woche 3: Wirbelsäulenrotationen


Hier ist die strikte strukturelle Progression der Drehungen, die im Yogveda Yoga unterrichtet wird. Jedes Level baut kumulativ auf dem letzten auf und ist so konstruiert, dass das spiralförmige Drehmoment sicher vom Boden bis zur Krone angewendet wird.


Level 1: Das Fundament

  • Parivrtta Uttanasana (Gedrehte Vorwärtsstreckung): Aufbau der Rotationskapazität unter Beibehaltung einer tiefen Dehnung der posterioren Kette.

  • Parivrtta Utkatasana (Gedrehte Stuhlhaltung): Aufbau tiefer Beckenstabilität und Core-Rotation gegen die Schwerkraft.

  • Parivrtta Trikonasana (Gedrehtes Dreieck): Die grundlegende stehende Spiraldynamik, die eine strikte Bodenverbindung beibehält, ohne die hintere Ferse anzuheben.

  • Parivrtta Parsvakonasana (Gedrehter seitlicher Winkel): Intensives Rotationsdrehmoment kombiniert mit tiefer Hüftbeugung und Bodenhebelwirkung.

  • Parivrtta Swastikasana: Grundlegende sitzende Rotation, um zu lernen, die Wirbelsäule von einem stabilisierten, geerdeten Becken aus nach oben zu drehen.


Level 2: Die Integration

  • Parivrtta Uttanasana & Parivrtta Utkatasana: Aktives Rotationsdrehmoment auf stehende und hockende Strukturen angewendet.

  • Parivrtta Trikonasana & Parivrtta Parsvakonasana: Vertiefung der stehenden kinetischen Spirale und Neuausrichtung der Beinknochen.

  • Marichyasana: Nutzung des Arms gegen das Knie als harter mechanischer Hebel, um die Rotation durch die gesamte Wirbelsäule im Sitzen zu erzwingen.


Level 3: Die Meisterschaft

  • Parivrtta Uttanasana & Parivrtta Utkatasana: Grundlegende Rotationsdynamik.

  • Parivrtta Trikonasana & Parivrtta Parsvakonasana: Fortgeschrittene stehende Spiralen, die absolute strukturelle Integrität fordern.

  • Marichyasana: Tiefe sitzende Hebelwirkung und intensive abdominale Spülung.

  • Parivrtta Ardha Chandrasana (Gedrehte Halbmondhaltung): Extreme Rotationsbalance. Der Schwerkraft trotzen und die axiale Extension auf einem einzigen Bein beibehalten.

  • Parivrtta Paschimottanasana (Gedrehte sitzende Vorwärtsstreckung): Extreme mechanische Kompression von Leber und Milz bei gleichzeitiger lateraler Streckung der Wirbelsäule.

  • Parivrtta Janu Sirsasana (Gedrehte Kopf-zu-Knie-Haltung): Maximale laterale Dehnung kombiniert mit tiefer innerer Organkompression und Rotationsdrehmoment.


Du kannst keine "schlechten Vibes" aus deiner Wirbelsäule wringen, aber du kannst dir bei dem Versuch absolut einen Bandscheibenvorfall zuziehen. Verankere deine Ferse, konstruiere deine Spirale und überlasse deiner Leber den Detox. Meistere deine Biomechanik mit dem Yogveda 4-Wochen-Zyklus.





Author, Meister Shahid Khan



 
 
 

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