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Das Lied von Feuer auf Eis: Die Lösung des Winter-Paradoxons der inneren Reibung

Wärmende ayurvedische Gewürze – Safran, Zimt und Ingwer – auf einer gefrorenen Fensterscheibe mit Blick auf das winterliche Bern.
Wärmende ayurvedische Gewürze – Safran, Zimt und Ingwer – auf einer gefrorenen Fensterscheibe mit Blick auf das winterliche Bern.


Es ist Samstagmorgen im tiefsten Winter in Bern. Sie haben lange geschlafen, fühlen sich aber nicht ausgeruht. Stattdessen erleben Sie ein seltsames Paradoxon: Ihr Körper fühlt sich schwer und lethargisch an, als würden Sie durch Melasse waten, aber Ihr Geist ist unruhig, voller rasender Gedanken und einer unerklärlichen Nervosität. Sie sind gleichzeitig erschöpft und "aufgedreht".

Dieses Gefühl der inneren Reibung ist der Grund, warum so viele von uns im Januar den überwältigenden Impuls verspüren, in die Tropen zu fliehen. Wir suchen nicht nur die Sonne; wir suchen nach einem Entkommen aus dem inneren Konflikt.


Das ayurvedische "Warum": Der Krieg der Doshas

Aus ayurvedischer Sicht ist der Winter in unserem Klima nicht monolithisch. Er ist ein Schlachtfeld zweier gegensätzlicher Kräfte (Doshas), die beide durch die Jahreszeit verstärkt werden.

Die zwei gegensätzlichen Kräfte

  1. Vata (Luft & Äther): Wird durch die beißende Kälte, den trockenen Wind und die Hektik des modernen Lebens gereizt. Es führt zu innerer Unruhe, Angstzuständen und einem Gefühl, nicht geerdet zu sein.

  2. Kapha (Erde & Wasser): Wird durch die Dunkelheit, die Feuchtigkeit und die Schwere des Winters verstärkt. Es führt zu Lethargie, Trägheit und körperlicher Stagnation.

Das Problem der Kälte

Das Problem ist, dass beide Doshas kalt sind. Wenn sie gleichzeitig aus dem Gleichgewicht geraten, entsteht ein innerer Krieg. Vata will rennen; Kapha will Winterschlaf halten. Ihre Energievorräte werden durch dieses innere Tauziehen aufgebraucht, was zu diesem spezifischen Gefühl von "verkabelt, aber müde" führt.


Die Lösung: Feuer auf Eis anwenden

Sie können sich nicht aus einem doshischen Ungleichgewicht "herausdenken"; Sie müssen handeln. Die Lösung besteht darin, gezielt Wärme (Feuer) und Struktur anzuwenden, um die Kälte und das Chaos (Eis) zu schmelzen.

1. Struktur durch Yogveda Praxis

Wenn die inneren Energien chaotisch sind, ist äußere Struktur die Medizin. Eine regelmäßige Yogveda Asana-Praxis bietet den stabilen Container, der notwendig ist, um die Vata-Angst zu erden, während spezifische Techniken wie Kundalini Kriya die dichte, schwere Kapha-Trägheit durchbrechen, die sich oft im Brustkorb und Bauch festsetzt.

2. Das ayurvedische Reset-Ritual: Hitze von innen und außen

Wir müssen das "kalte" Element beider Doshas mit Hitze bekämpfen.

  • Äußere Hitze (Die Sauna): Ein Saunagang an diesem Wochenende ist mehr als nur Entspannung; es ist Medizin. Die intensive Hitze mobilisiert stagnierende Kapha-Flüssigkeiten und beruhigt gleichzeitig das zitternde, verengte Vata-Nervensystem. Wichtig: Halten Sie sich danach sofort warm, um keinen Vata-Schock zu riskieren.

  • Innere Hitze (Die heilige Triade der Gewürze): Integrieren Sie dieses Wochenende bewusst wärmende Gewürze in Ihre Ernährung.

    • Zimt & Ingwer: Diese entfachen das Agni (Verdauungsfeuer), das durch schweres Winteressen träge wird, und wärmen den Körper von innen.

    • Safran: Das ultimative Wintergewürz. Es wärmt sanft und wirkt spezifisch stimmungsaufhellend, um den schweren mentalen Nebel von überschüssigem Kapha zu lichten.

Lassen Sie nicht zu, dass die innere Reibung des Winters Ihre Energie raubt. Wenden Sie Feuer auf das Eis an.

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