Yoga Sutra 1.18 Bedeutung: Asamprajnata Samadhi
- Shahid Khan - Yogveda Yoga

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विरामप्रत्ययाभ्यासपूर्वः संस्कारशेषोऽन्यः ॥ १.१८ ॥
Transliteration: virāma-pratyayābhyāsa-pūrvaḥ saṃskāra-śeṣo 'nyaḥ
Übersetzung: "Der andere Zustand von Samadhi (Asamprajnata) wird durch die ständige Praxis erreicht, alle mentalen Aktivitäten einzustellen, sodass nur die unmanifestierten Eindrücke (Samskaras) als Rest bleiben."
Der Übergang zu Asamprajnata Samadhi
In Sutra 1.17 nutzten wir einen intensiven, analytischen Fokus, um Körper, Atem und Geist systematisch zu entknoten. Obwohl dieser Zustand hochgradig verfeinert ist, beinhaltet er immer noch mentale Aktivität. Es ist die Praxis, an einem Objekt festzuhalten.
Sutra 1.18 führt "den anderen" Zustand ein: Asamprajnata Samadhi. Dies geschieht, wenn Sie den Höhepunkt Ihrer Praxis erreichen und jede aktive Kognition aufhört.
Sie analysieren nicht mehr und halten kein Objekt mehr fest; Sie haben alle mentalen Aktivitäten gestoppt. Der Geist ist vollkommen still, doch Sie bleiben vollständig wach und bewusst. Das autonome Nervensystem und das endokrine System befinden sich in einem Zustand perfekter, reibungsloser Balance.
Was sind Samskaras?
Wenn das aktive Denken aufhört, treten Sie nicht in eine Leere ein. Stattdessen stehen Sie Ihren Samskaras (samskara-shesho) gegenüber. Wie wir in unseren Lehren zur Katha Upanishad etabliert haben, sind Samskaras der Bauplan Ihrer Existenz. Es sind die mikroskopischen energetischen Eindrücke und psychologischen Narben, die durch Ihr Karma (Handlungen) über unzählige Lebenszeiten hinweg hinterlassen wurden. Jeder Gedanke und jede Tat gräbt eine Furche in Ihr Bewusstsein.
Stellen Sie sich Samskaras als den energetischen Quellcode oder das "Gepäck" vor, das Ihre Seele (Atman) von einem biologischen Vehikel zum nächsten trägt. Genau dieses angesammelte Gepäck bindet Sie an den Makrozyklus von Samsara – das endlose Rad von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Die meisten Menschen sind Sklaven dieses alten Codes und führen ihn blind aus. In der absoluten Stille von Asamprajnata Samadhi sitzen Sie diesem rohen Bauplan endlich ohne die Ablenkung alltäglicher Gedanken direkt gegenüber.
Das Rad von Samsara durchbrechen
Der Zweck dieses Zustands ist nicht nur, Stille zu finden, sondern das Gepäck zu verbrennen. Indem Sie in dieser tiefen Stille sitzen, beobachten Sie den alten Rest Ihrer Samskaras, ohne darauf zu reagieren.
Der Dialog: Das Echo im leeren Raum
Schüler: "Meister Khan, wenn mein Geist endlich vollkommen still wird, spüre ich plötzlich ein tiefes Aufsteigen alter Ängste und alter Erinnerungen. Die Stille fühlt sich schwerer an als das Chaos."
Meister Khan: "Diese Schwere ist die Architektur von Sutra 1.18. Wenn du die Schwankungen des Geistes stoppst, streifst du deine Ablenkungen ab. Was du fühlst, ist dein angesammeltes Gepäck – deine Samskaras aus Lebenszeiten von Karma. Wenn der Raum des Geistes leer ist, hörst du das Echo der Wände."
Schüler: "Wie entknote ich diese Eindrücke?"
Meister Khan: "Du analysierst sie nicht, sonst fällst du in die vorherige Stufe zurück. In Asamprajnata Samadhi lässt du sie in der Stille einfach aufsteigen. Du beobachtest den Rest, ohne ihn zu berühren oder darauf zu reagieren. Dadurch entziehst du den Eindrücken ihre Energie, bis sie sich auflösen. Auf diese Weise durchbrichst du das Rad von Samsara. Es ist die höchste Form von Vairagya."
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Author, Meister Shahid Khan




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